Die sollten Sie kennen: Human Resources und Personaltrends 2018

25.01.2018

Human Resources und Personaltrends 2018

Neues Jahr, neue Human Resources und Personaltrends? Diese Frage lässt sich ganz klar mit einem JEIN beantworten. Denn auch das Jahr 2018 wird vor allem von zwei Personaltrends geprägt: Digitalisierung sowie Individualisierung. Zwei Trends also, die auch schon in den vergangenen Jahren unsere Arbeitswelt nachhaltig verändert haben. Was erwarten Personalexperten sonst noch fürs gerade gestartete Jahr? Wir stellen Ihnen acht wichtige Human Resources- und Personaltrends für 2018 vor, die der Bundesverband der Personalmanager (BPM) identifiziert hat und die Sie auf jeden Fall kennen sollten.

Trend Nr. 1: Die Entwicklung von zeitgemäßen Organisationsformen und Führungsansätzen

Zusammenarbeit wird immer wichtiger. Eine Herausforderung für jeden Betrieb, denn bestehende Hierarchien sowie die Führung der Mitarbeiter müssen neu gedacht werden. Wichtige Anregungen geben neue Ansätze für die Organisation von Arbeit wie Agilität oder Design Thinking.

Trend Nr. 2: Die Umsetzung flexibler Arbeitsmodelle

Immer mehr Arbeitnehmer wollen flexibel arbeiten. Diesem Bedürfnis sollten Arbeitgeber entgegenkommen. Stichworte sind Jobsharing, Homeoffice oder Sabbaticals. Hier ist auch die Politik gefordert, um Unternehmen Rechtssicherheit z. B. beim Arbeitsschutz im Homeoffice zu geben. Vor dem Hintergrund der EU-Arbeitszeit-Richtlinie empfehlen die Personalmanager zudem, die Umstellung von Tages- auf Wochenarbeitszeit zu diskutieren.

Trend Nr. 3: Der Spagat zwischen Datenschutz und Datenauswertung

Betriebe sammeln immer mehr Daten über ihre Mitarbeiter sowie über Bewerber. Diese Daten ermöglichen ganz neue Einblicke, müssen aber auch entsprechend der gültigen EU-Datenschutzrichtlinie geschützt werden. Datenschutz und Datennutzung müssen aufeinander abgestimmt werden, nur dann haben die Arbeitnehmer auch Vertrauen in die Sicherheit ihrer Daten.

Trend Nr. 4: Gehaltstransparenz und die Gleichstellung der Geschlechter

Das neue Entgelttransparenzgesetz soll Transparenz schaffen und damit Vertrauen fördern. Durch Gleichstellung und das Schließen der Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern können sich Betriebe fit für den Bewerbermarkt der Zukunft machen. Allerdings sollte auch die Politik in diesem Bereich nachbessern und die Regelungen zum Vergleichsentgelt weiterentwickeln sowie durch praxisnahe Vorgaben ergänzen.

Trend Nr. 5: Digitale Weiterbildung und übergreifende Bildungsansätze

Der digitale Wandel sorgt in vielen Arbeitsbereichen für erhebliche Veränderungen. In vielen Berufen ändern sich die Anforderungen, gänzlich neue Berufsfelder entstehen. Daran sollten sich die Weiterbildungsangebote der Unternehmen anpassen und ihren Mitarbeitern Weiterbildung in „Echtzeit“ – entsprechend den aktuellen Entwicklungen – ermöglichen. Stichworte: Lebenslanges Lernen, individuelle Weiterbildungsangebote oder Blendet-Learning.

Allerdings sind nicht nur die Betriebe bei der digitalen Bildung gefordert. Auch Schulen, Berufsschulen und Universitäten sollten das Thema noch stärker in den Fokus rücken.

Trend Nr. 6: Mitbestimmung und Mitarbeiterbeteiligung im Unternehmen

Wie kann eine Mitarbeitervertretung in Zeiten von Digitalisierung und Individualisierung funktionieren und z. B. in agile Strukturen eingebunden werden? Wie können Mitarbeiter besser an einem Betrieb und seinen wirtschaftlichen Erfolgen beteiligt werden? Mit diesen Fragen sollten sich Arbeitgeber auseinandersetzen, um so das Wir-Gefühl im Unternehmen und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter zu fördern.

Trend Nr. 7: Bewerberzentrierte Recruitingansätze und -methoden

Der branchenübergreifende Fachkräftemangel stellt das Recruiting vor immense Herausforderungen. Stichwort: Personaltrend Bewerbermarkt. Bewerber können sich heute in vielen Fällen ihren Job auswählen und müssen entsprechend umworben werden. Recruiter sollten sich nach Ansicht des BPM selbst stärker als Dienstleister und ihre Bewerber als Kunden sehen.

Dabei sollten Betriebe stärker auf Recruitainment setzen und Talenten Einblicke in den zu erwartenden Arbeitsalltag geben. Bewerbungsprozesse sollten möglichst einfach und komfortabel gestaltet werden, um so dem Bewerber ein positives Bewerbungserlebnis zu ermöglichen. Unternehmen müssten heute kontinuierlich an ihrer Arbeitgebermarke arbeiten, einen Talent-Pool aufbauen und verstärkt aktiv auf passende Talente und Kandidaten zugehen.

Trend Nr. 8: Digitalisierung und Automatisierung der HR-Arbeit

Digitale Technologie verändert die HR-Arbeit. Dieser Trend wird sich auch 2018 uneingeschränkt weiter fortsetzen – im Bereich Human Resources z. B. in Form von Chatbots als Unterstützung für die Kommunikation mit Talenten.
Vor allem Routine- und Verwaltungstätigkeiten könnten in Zukunft stärker von automatisierten Anwendungen übernommen werden. So können sich die Personaler stärker auf ihre Funktion als Dienstleister konzentrieren. Das bedeutet allerdings auch, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich fit für die Digitalisierung zu machen.

Fazit

Personaler stehen auch 2018 vor großen Herausforderungen. Diese gilt es allerdings zügig anzupacken, um die HR-Arbeit zukunftsfähig zu machen und im Kampf um die knappen Fachkräfte zu punkten. Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Jahr.

Personaltrends 2018: Unsere Quellen und mehr Informationen

  • Prognose des Bundesverbands der Personalmanager (BPM) zu Entwicklungsfeldern im Personalwesen (Konzeptpapier) – Online abrufbar unter: issuu.com/
  • www.haufe.de
  • blog.zukunft-personal.de
  • HR-Trends 2018: Strategie, Kultur, Innovation, Konzepte, herausgegeben von Karlheinz Schwuchow, Joachim Gutmann, Freiburg 2017