Gehaltsatlas 2018: Süden vs. Osten – Die Gehaltsschere teilt Deutschland

06.04.2018

Gehaltsatlas 2018 für Deutschland

Wo verdienen Arbeitnehmer in Deutschland am besten? Wo können sich Berufseinsteiger auf die höchsten Einstiegsgehälter freuen? In welchen Jobs winken die besten Verdienstmöglichkeiten? Diese und weitere Fragen beantwortet der Gehaltsatlas 2018 für Deutschland von gehalt.de. Wir haben für Sie einen Blick hineingeworfen und die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Gehaltsaltlas 2018: Die höchsten Gehälter

Die Bundesländer mit den höchsten Gehältern liegen vor allem im Süden. Es sind Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Beim Lohnniveau belegen sie die Spitzenplätze mit 112,8 Prozent in Hessen, 110 Prozent in Baden-Württemberg und 106,4 Prozent in Bayern.

Die niedrigsten Gehälter

Die niedrigsten Gehälter gibt es in Ostdeutschland – in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt sowie Sachsen. Nimmt man den Bundesdurchschnitt, verdienen Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern bis zu 24 Prozent weniger Gehalt. Beim Lohnniveau ist Mecklenburg-Vorpommern mit 73,5 Prozent Schlusslicht im Ländervergleich. Nur geringfügig höher liegt das Lohnniveau in Sachsen-Anhalt mit 75,4 Prozent und in Brandenburg mit 76,2 Prozent.

Stuttgart vs. Schwerin – Die Situation in den Landeshauptstädten

Wirft man einen Blick auf die Landeshauptstädte, hat Stuttgart den höchsten Gehaltsfaktor mit 127,6 Prozent. Es folgen München (126,1 Prozent) und Düsseldorf mit 118,5 Prozent. Schlusslicht ist Schwerin mit 76,1 Prozent.

Gehaltsatlas 2018: Die attraktivsten Bundesländer für Berufseinsteiger

Für Berufseinsteiger – egal ob Akademiker oder Ausgelernte – sind ebenfalls Hessen, Baden-Württemberg und Bayern die attraktivsten Bundesländer. In Hessen vergolden durchschnittlich 51.517 Euro Akademikern den Start ins Berufsleben – bei Ausgelernten sind es im Durchschnitt 33.509 Euro. Schlusslicht ist auch hier wieder Mecklenburg-Vorpommern. Akademiker verdienen hier beim Berufseinstieg im Schnitt 33.587 Euro – Ausgelernte müssen sich sogar mit durchschnittlich 21.847 Euro begnügen.

Gehälter in Deutschland: Tops und Flops

Der Gehaltsatlas nennt auch die Tops und Flops bei den Gehältern in Deutschland. Ganz oben im Topranking liegen Ärzte und Fondsmanager. Auch Ingenieure und Juristen gehören zu den Topverdienern. Zu den Gehalts-Flops gehören hingegen Zimmermädchen/Roomboys, Kellner, Friseure und Call Center-Mitarbeiter.

Die Entgeltlücke

Die Entgeltlücke – also die Lohnlücke zwischen den Gehältern von Frauen und Männern – fällt mit 16,7 Prozent in Brandenburg am niedrigsten aus. In Baden-Württemberg liegt sie hingegen bei 26,8 Prozent.

Über den Gehaltsatlas

Für den Gehaltsatlas 2018 wurden insgesamt 750.848 Vergütungsdaten ausgewertet. Dabei stammten 40 Prozent der Daten von weiblichen und 60 Prozent von männlichen Beschäftigten.

Unsere Quellen und mehr Informationen

www.gehalt.de Die wichtigsten Ergebnisse als PDF-Download. Hier finden Sie auch mehr Informationen zur Methodik und den Kennzahlen, die im Gehaltsatlas genutzt werden.
www.karriereletter.de