Harmonie statt Burn-out: Was wirklich im Job zählt

02.06.2017
Portrait einer jungen Frau aus der Generation Z

Was zählt im Job? Das bestimmt die Generation Z schon heute mit.

Wir sagen dir, warum die unter 20-Jährigen das Arbeitsleben verändern werden und schon heute mitbestimmen, was für uns alle im Job zählt.

Generationswechsel: Alte Werte ziehen nicht mehr

Was zählt für dich im Job? Diese wichtige Frage beantworten die Vertreter der jüngeren Generationen ganz unterschiedlich. Die heute über 20-Jährigen suchten nach einem sinnstiftenden Job mit Gestaltungsmöglichkeiten. Für diesen Traumjob waren sie dann auch bereit, alles – inklusive Überstunden – zu leisten. Ganz anders die Generation Z, der unter 20-Jährigen. Bei den Jugendlichen steht das Thema Work-Life-Balance ganz, ganz oben auf der Agenda. Sie streben nach Harmonie und einem Leben, in dem kein Bereich zu kurz kommt. Damit mischen sie den Arbeitsmarkt und auch das Denken über Arbeit ordentlich auf und bringen viele Arbeitgeber unter Zugzwang.

Nachwuchsmangel: Wer die Wahl hat, kann fordern

Egal ob soziale Berufe oder Handwerk, immer mehr Branchen leiden unter Nachwuchsmangel. Überall wird händeringend nach jungen Talenten gesucht und der rare Nachwuchs umworben. Die unter 20-Jährigen wissen, dass sie begehrt sind, und haben ganz eigene Vorstellungen von ihrem späteren Arbeitsleben.

Work-Life-Balance: Jetzt zählt es

Eine zentrale Rolle spielt für die Jugendlichen die Work-Life-Balance. Sie investieren nicht mehr unbegrenzt Zeit und Mühe in eine lange Ausbildung, viele Praktika und Projekte auf dem Weg zum angeblichen Traumjob. Sie lassen sich nicht mehr durch tolle Jobversprechen locken, sondern fordern klare und realistische Aussagen, was sie in ihrem Job erwartet.

Traumjob: Dafür macht sich keiner mehr krumm

Statt flache Hierarchien und selbstbestimmte Arbeitszeiten sind für den Nachwuchs geregelte Arbeitszeiten, Verträge ohne Befristung und klare Strukturen wichtig. Verausgaben für den Job? Fehlanzeige. Den Traum vom Beruf als Berufung haben die Jugendlichen heute nicht mehr, zu viele Idealisten ihrer Vorgängergeneration erreichten dieses Ziel nie und endeten stattdessen mit zerrütteten Beziehungen, kinderlos und bei geringem Einkommen im Burn-out.

Privatleben: Wieder gefragt

In diese Sackgasse wollen die unter 20-Jährigen nicht mehr geraten. Finanzielle Sicherheit ist für sie genauso wichtig wie eine sinnvolle Arbeit und Spaß im Job. Hohen Wert legen sie auf ihr Privatleben und Zeit für die Familie, klar abgegrenzt von ihrem beruflichen Alltag. Nach Arbeitsschluss wird das Diensthandy ausgeschaltet und auch keine Mail mehr beantwortet. Schlagworte wie Vertrauensarbeitszeit, leistungsabhängiger Lohn oder befristete Verträge wirken auf sie abschreckend. Stattdessen steht für die Jugendlichen Arbeitsplatzsicherheit ganz oben in der Rangliste.

Loyalität: Nein

Mit großer Loyalität dürfen Arbeitgeber trotzdem nicht rechnen. Erhalten die Jugendlichen ein besseres Angebot, wechseln sie.
Welche ihrer Vorstellungen und Wünsche die Generation der unter 20-Jährigen wirklich durchsetzen kann, werden die kommenden Jahre zeigen. Dass sie schon jetzt mit ihren Ideen eine ganze Menge auf dem Arbeitsmarkt verändern, steht allerdings außer Frage. Wir wünschen allen Azubis und Berufseinsteigern einen guten Start!

Tipps und Quellen

Du willst mehr darüber erfahren, was heute im Job zählt? Hier unsere Webtipps und Quellen:
Die Generation Z und was für sie im Job zählt. Ein Überblick.
Anerkennung und Wertschätzung – Was im Job wirklich zählt. Beitrag auf trend.at