Mehr Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt

19.03.2018

Mehr Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt

Immer mehr Frauen arbeiten in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Mittlerweile liegt ihre Zahl bei 14,9 Millionen. Das zeigen aktuelle Daten der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA). Der Frauenanteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nahm laut BA zwischen 2013 und 2017 um ganze 8,3 Prozent zu. Die Beschäftigungsquote stieg im selben Zeitraum von 51,3 auf 55,4 Prozent.

Westdeutsche vs. ostdeutsche Frauen

Unterschiede gibt es allerdings in der Erwerbsneigung von Frauen in Ost- und Westdeutschland. So liegt die Beschäftigungsquote bei den westdeutschen Frauen lediglich bei 54,5 Prozent. Frauen in Ostdeutschland gehen hingegen zu 59,5 Prozent einer Beschäftigung nach. Ihre Beschäftigungsquote liegt damit sogar ganz knapp über der der Männer (+0,1 Prozentpunkte).

Ein Großteil der Frauen arbeitet Teilzeit

Ein Großteil des Zuwachses geht allerdings auf das Konto von Teilzeitbeschäftigungen. Sie nahmen zwischen 2013 und 2017 um ganze 14 Prozent zu. Ganz anders bei den Vollzeitstellen. Hier stieg der Anteil gerade einmal um 3,5 Prozent.
In Zahlen heißt das: Etwas über 7 Millionen Frauen gehen derzeit einer Teilzeitbeschäftigung nach. Das ist fast die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiblichen Geschlechts. Im Gegensatz dazu liegt der Teilzeit-Anteil bei den männlichen Beschäftigten bei lediglich 11 Prozent. Teilzeit ist demnach in Deutschland nach wie vor vorrangig ein Frauenthema.

Pflege und Kinderbetreuung vs. Vollzeitjob

Warum arbeiten so viele Frauen in Teilzeit? Die Bundesagentur für Arbeit nennt für diesen Umstand vor allem zwei Gründe: Kinderbetreuung sowie die Pflege von Angehörigen. Viele Frauen würden Teilzeitarbeit allerdings als eine temporäre Lösung ansehen. Denn jede zweite Frau von ihnen möchte gern auch wieder länger arbeiten. Hierfür müssten allerdings unter anderem die Angebote für Kinderbetreuung verbessert werden.

Quellen und mehr Informationen

www.arbeitsagentur.de
www.personaldienstleister.de