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Recruiting Analytics – So machen Sie Bewerbungsprozesse messbar

07.12.2017

Recruiting Analytics – So machen Sie Bewerbungsprozesse messbar

Ist Recruiting messbar? Diese wichtige Frage stellen sich immer mehr Betriebe, die viel Zeit, Geld und Herzblut in die Suche und Auswahl von fähigen Talenten stecken. Vorreiter sind die großen Konzerne. Aber auch mittlere und kleine Betriebe beschäftigen sich zunehmend mit der Messbarkeit ihrer Bewerbersuche und dem Einsatz von Big Data, wie eine größere Studie von Bitkom Research in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt. Gerade im Bereich Recruiting sehen viele Firmen erhebliches Potenzial für den Einsatz von HR-Analytics.
Lohnt sich der betriebene Aufwand? Ist das Budget sinnvoll investiert? Wer sind die typischen Bewerber? Welche Botschaften kommen bei ihnen an? Über welche Kanäle erfahren die Kandidaten von Ihren Vakanzen und über welche Kanäle bekommen Sie die am besten qualifizierten Bewerber? Um Antworten auf diese wichtigen Fragen zu bekommen, lohnt sich der Blick über den Tellerrand auf etablierte Analyse-Kennzahlen im Handel und im Online-Marketing.

Big Data

Recruiting Analytics fällt in den Bereich Big Data, da für möglichst aussagekräftige Analysen, Messwerte und Kennzahlen aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt und ausgewertet werden müssen – von qualitativen Bewerberbefragungen bis hin zu bekannten Online-Tools wie Facebook Statistiken oder Google Analytics. Dem Wunsch nach Messbarkeit kommt dabei entgegen, dass auch Bewerbungen heute weitgehend digital erfolgen. Postalische Bewerbungen werden in den meisten Personalabteilungen hingegen immer seltener oder gar nicht mehr gewünscht.

Kennzahlen Recruiting Analytics

Welche Kennzahlen sollten Sie im Rahmen von Recruiting Analytics erfassen? Sinnvoll ist es, die Kennzahlen so zu bestimmen, dass sie Ihren Recruiting-Prozess möglichst breit abbilden können. Sie sollten also nicht nur die absolute Zahl der Bewerbungen oder Einstellungen erfassen, sondern darüber hinaus auch „Zwischenschritte“ wie die Zahl der durchgeführten Interviews oder Assessment Center sowie das Feedback Ihrer Recruiter.

Welche Zahlen den Bewerbungsprozess in Ihrem Unternehmen am besten abbilden können, dass sollten Sie schrittweise testen und herausfiltern. Auf welche Daten Sie dabei zurückgreifen können, das hängt nicht zuletzt von den von Ihnen genutzten Kanälen und der von Ihnen eingesetzten Tracking- und Bewerbermanagementsoftware ab. Eine manuelle Zusammenführung und anschließende Auswertung der Daten ist allerdings relativ zeitaufwendig. Einfacher geht es mit einer passenden Analytics Software, die die Daten aus den unterschiedlichen Quellen automatisch zusammenführt und übersichtlich darstellt. Der Einsatz solcher Lösungen ermöglicht auch erfahrenen Recruitern ganz neue Einblicke, stellt sie allerdings auch vor neue Herausforderungen.

Recruiting Analytics – Wichtige Kennzahlen für Sie im Überblick

Kennzahlen für die Erfassung Ihrer Recruiting-Kosten

  • Kosten pro Bewerbung – Welche Kosten entstehen pro Bewerbung? Welche Kosten fallen an, um eine bestimmte Anzahl an Bewerbungen zu erhalten?
  • Kosten pro qualifizierter Bewerber – Gegenüberstellung des eingesetzten Budgets für die Recruiting-Kanäle zur Anzahl der qualifizierten Bewerber (Was für Sie qualifizierte Bewerber sind, müssen Sie definieren – z. B. Bewerber, die sie auch zum Vorstellungsgespräch einladen.)
  • Kosten pro Einstellung – Welche Kosten entstehen pro erfolgter Einstellung?
  • Kosten durch eine unbesetzte Stelle – Welche Kosten entstehen durch eine unbesetzte Stelle?

Kennzahlen für die Erfassung des Zeitaufwands Ihres Recruitings

  • Time-to-Fill – Wie schnell wird eine vakante Stelle besetzt? (Wie lange dauert es zwischen der Meldung eines Personalbedarfs und der erfolgreichen Besetzung einer Stelle?)
  • Time-to-Interview – Wie groß war der Zeitraum zwischen der Meldung des Personalbedarfs und den ersten Bewerbungsgesprächen?
  • Interne Feedbackzeit – Wie schnell gibt der Recruiter Feedback über einen Bewerber?

Kennzahlen für die Erfassung der Qualität Ihres Recruitings

  • Qualität der einzelnen Recruiting-Kanäle – Welcher Anteil der (qualifizierten) Bewerber kommt über welchen Kanal? Welche Kosten fallen in den einzelnen Kanälen je Bewerbung an?
  • Abbrecherquote je Kanal – Wie hoch ist die Quote der Abbrecher im Bewerbungsprozess je Kanal?
  • Conversion Rate – Anzahl der Bewerber je Stellenanzeige
  • Drop-Out-Rate – Verhältnis von Klicks auf den Bewerbungsbutton einer Stellenanzeige zur Anzahl der abgeschlossenen Bewerbungen
  • Bewerbungen nach Empfehlungen durch Mitarbeiter – Wie groß ist der Anteil an Bewerbungen aufgrund von Mitarbeiterempfehlungen?
  • Active Sourcing Erfolg – Wie viele Bewerbungen sind durch Direktansprache von Kandidaten (Active Sourcing) eingegangen
  • Erfolgreiche Einstellungen je Quelle – Wie groß ist der Anteil der erfolgreichen Einstellungen pro Recruiting-Kanal?
  • Offer-Rate – Wie hoch ist die Anzahl der ausgesprochenen Vertragsangebote gemessen an der Zahl der geführten Bewerbungsgespräche?
  • Offer-Acceptance-Rate – Wie ist das Verhältnis von Vertragsangeboten zu erfolgreichen Einstellungen?
  • Retention Rate – Wie viel Prozent der Neueinstellungen bleiben nach der Probezeit im Unternehmen?
  • Zufriedenheit der Abteilungen – Wie zufrieden sind die Abteilungen mit den neu eingestellten Mitarbeitern?
  • Zufriedenheit der Bewerber – Wie zufrieden sind die Bewerber und Neueinstellungen mit der Bewerberansprache und dem Bewerbungsprozess?

Fazit

Die Nutzung und Analyse der genannten Kennzahlen hilft Ihnen dabei, den Erfolg Ihrer Recruiting-Aktivitäten besser im Blick zu behalten. Je größer die Anzahl der potenziellen Kanäle zur Bewerberansprache und je mehr Budget zum wirksamen Bespielen der Kanäle nötig ist, desto wichtiger und zentraler wird Recruiting-Analytics für den nachhaltigen Erfolg Ihrer Talentsuche.
Allerdings ist auch bei der Analyse Ihres Recruitings weniger manchmal mehr: Konzentrieren Sie sich gerade in der Einführungsphase bei der Analyse auf einige wichtige Kennzahlen, so vermeiden Sie eine anfängliche Überforderung durch zu große Datenmengen sowie einen zu hohen Zeitaufwand bei der Datenerhebung und -auswertung. Entwickeln Sie Ihre Recruiting Analyse anschließend schrittweise weiter.

Recruiting Analytics – Unsere Quellen und mehr Informationen

t3n.de
nocheinpersonalmarketingblog.blogspot.de
www.haufe.de/personal/
www.haufe.de
www.karriereletter.de
www.mynewsdesk.com
Thomas Eggert (Autor), Jörg John (Autor), Winfried Felser (Herausgeber), et al.: HR-Effizienz Kompakt, HR optimieren durch Digitalisierung, Automatisierung und Kooperation, Köln 2015 – Online als PDF abrufbar unter noch-ein-hr-blog.de

Recruiting Analytics-Lösungen

Online-Dienste wie Talemetry oder SmartRecruiters wollen Unternehmen bei der systematischen Analyse ihre Recruiting-Aktivitäten unterstützen:
talemetry.com
www.smartrecruiters.com

Karriere-Apps: Diese Apps helfen dir bei Berufseinstieg und Karriere

07.12.2017

Erfolgreiche Karriere mit einem Klick: Interessante Apps, die dir bei deiner Karriere helfen können

Unzählige Apps wollen dir bei deinem Berufseinstieg, deiner Karriere und deiner beruflichen Selbstverwirklichung helfen. Aber welche Karriere-Apps lohnen sich wirklich? Wir haben uns im dichten App-Dschungel für dich umgesehen und ein paar empfehlenswerte Apps für dich zusammengestellt, die dir das Berufsleben tatsächlich leichter machen können – von A wie ANY.DO bis W wie WorkTimes.

ANY.DO

Selbstorganisation ist nicht so dein Ding? Dann übergib sie in die ausgezeichneten Hände der App ANY.DO. So verpasst du privat oder beruflich keinen wichtigen Termin und keine Deadline mehr. Schnell und einfach ist eine neue Erinnerung erstellt.

App-Atlas für das deutsche Handwerk

Du arbeitest im Handwerk? Dann ist dieser App-Tipp genau das richtige für dich. Der App-Atlas für das deutsche Handwerk unterstützt dich dabei, in Zukunft noch produktiver und zufriedener zu arbeiten. Der Atlas gibt dir Tipps für die besten Apps unter anderem in den Bereichen Abrechnung, Kommunikation, Verwaltung und Zeiterfassung. Hammer!

Bewerbung und Lebenslauf

Mit der App „Bewerbung und Lebenslauf – Kostenlos als PDF“ von delight.im kannst du ganz einfach deine Bewerbungsunterlagen erstellen, ohne auf die Formatierung oder das Design achten zu müssen. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse – die App generiert deine Bewerbung im gängigen PDF-Format.

Bewerbung Vorstellungsgespräch

Gerätst du ins Schwitzen, wenn du an dein nächstes Bewerbungsgespräch denkst? Dann empfehlen wir dir die App „Bewerbung Vorstellungsgespräch“ von planet-beruf.de. Die Karriere-App hilft dir dabei, dich auf die Fragen im Bewerbungsgespräch vorzubereiten. Gleichzeitig erhältst du Empfehlungen, welche Antworten du geben solltest. Praktische Checklisten ermöglichen es dir, dich optimal aufs nächste Vorstellungsgespräch vorzubereiten. Ebenfalls praktisch: Du kannst deine nächsten Termine eintragen und hast sie so immer im Blick.

BookCreator

Du wolltest schon immer ein eigenes Buch veröffentlichen? Mit BookCreator ist das kein Problem. Mit der App kannst du ganz unkompliziert digitale Bücher erstellen. Texte, Fotogalerien, Zeichnungen, Video- und Audiodateien sowie Quizfragen machen dein Buch zu einem interaktiven Erlebnis für die Leser. Deine fertiggestellten Bücher kannst du anschließend gleich über die App veröffentlichen.

Calm

Du leidest unter Stress im Arbeitsalltag? Dann bring dein Berufsleben wieder ins Gleichgewicht! Die App Calm bietet dir Abhilfe durch tiefenentspannte Meditation als wirksame Stresstherapie.

CamCard

Wie viele Visitenkarten wurden dir schon in deinem Berufsleben überreicht? Und wie viele hast du noch davon? Mit der App CamCard hast du in Zukunft immer alle Visitenkarten dabei und das, ohne dass du einen lästigen Kartenstapel mit dir herumschleppen musst.
Über die praktische App kannst du Visitenkarten scannen, digitalisieren, organisieren und – wenn sich etwas ändert – sogar aktualisieren. Die Kontaktdaten landen ganz automatisch in deinem Smartphone-Telefonbuch. Einfacher kannst du deine Geschäftskontakte nicht verwalten.

Doodle

Du hast schon wieder einen wichtigen Termin verpasst? Das wird dir in Zukunft nicht mehr passieren mit der beliebten und schön übersichtlichen Terminplanungs-App Doodle.

Evernote

Du stehst auf Notizen? Dann ist die App Evernote ein Muss für dich. Mit der App kannst du sowohl Sprachmemos als auch Fotos und Dokumente speichern und sortieren. Über die App oder einen Browser kannst du unkompliziert auf deine wichtigen Notizen zugreifen.

Fördermittel-App

Hast du schon einmal Fördermittel für dich und deine beruflichen Ideen sowie Ziele genutzt? Welche Förderungen für dich möglich sind und wie du an diese Fördermittel herankommen kannst, das verrät dir die Karriere-App „Fördermittel“. Denn Förderungen gibt es nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Selbständige, Gründer, Arbeitnehmer, Schüler und Studenten. Mach dich schlau und nutze deine Fördermöglichkeiten!

iCab

Moodle ist eine weit verbreitete eLearning-Plattform. Wenn du Moodle auch auf deinem iPhone oder iPad voll nutzen möchtest, dann brauchst du den Browser iCab mobile. Mit ihm kannst du u. a. Dateien aus beliebigen Apps auf Moodle hochladen.

Karriere-Apps: Lehrstellen-Radar

Du suchst eine freie Lehrstelle in deiner Nähe oder auch bundesweit? Kein Problem, mit dem übersichtlichen Lehrstellenradar. Über die beliebte App bieten Unternehmen Lehrstellen und Praktikumsplätze an. Per Push-Nachricht kannst du dich sogar über aktuelle Angebote informieren lassen, die zu deinen Berufsinteressen passen. So findest du schnell die richtige Lehrstelle und kannst mit deiner Ausbildung beginnen.

MyOvertime

Noch eine App für deine Arbeitszeiterfassung: Die App MyOvertime ermöglicht es dir, deine Arbeitszeiten immer und überall zu erfassen und nachzuverfolgen. Überstunden oder Kernarbeitszeiten können ebenfalls erfasst bzw. festgelegt werden.

Padlet

Du suchst eine App, die dich in der Zusammenarbeit mit deinen Kollegen unterstützt? Dann nutze Padlet. Die digitale Pinnwand ermöglicht es dir und deinem Team, Ideen zusammenzutragen und festzuhalten.

Sleep If U Can

Du gehörst noch nicht zu den Frühaufstehern? Das kannst du ändern – mit der App Sleep If U Can. Vergiss starken Kaffee, diese App bringt dich morgens garantiert auf die Beine. Der Clou: Um den Alarm zu deaktivieren, musst du beispielsweise ein Bild von deiner Küche machen. Wo du morgens zum Wecker-Ausstellen hinrennen musst, das kannst du natürlich selbst festlegen. Wir wünschen dir viel Spaß beim Aufstehen!

The Brain App

Gehörst du zu den kreativen Mind-Mapping-Fans? Dann ist das Mind-Mapping-Tool The Brain App vielleicht etwas für dich. Die App unterstützt dich dabei, deine Gedanken zu strukturieren und zu visualisieren sowie für deine Kollegen zugänglich zu machen. Die App gibt es auch als PC-Anwendung.

Truffls

Die Job-App Truffls ist eine Plattform für Mobile Recruiting und gilt als das Tinder für Bewerber. Firmen können über die App schnell und unkompliziert mit latent suchenden Talenten kommunizieren. Und das immer und überall – so dass sowohl Firmen als auch Kandidaten wie du viel Zeit und Mühe sparen können.
Wie funktioniert Truffls? Ganz einfach, dem z. B. mit seinem Xing- oder LinkedIn-Profil eingeloggten Nutzer werden bei Truffls Stellenangebote ausgeliefert, die zu seinem Profil passen. Per Wisch kann der Nutzer entscheiden, ob er einen Jobvorschlag ablehnt oder potenziell interessant findet. Bei Interesse bekommt das talentsuchende Unternehmen ein anonymes Kurzprofil des Kandidaten und kann daran ebenfalls Interesse bekunden. Wenn ja, dann bekommt das Talent eine Nachricht und kann sich nun gezielt bewerben.

Udacity

Udacity bietet dir die Möglichkeit, dich per App flexibel und unabhängig weiterzubilden. Die interaktiven Kursangebote sind vor allem für die Talente interessant, die ihre Zukunft im Wachstumsbereich IT sehen.

WorkTimes

Die App WorkTimes ermöglicht dir eine minutengenaue Arbeitszeiterfassung und Überstundenberechnung – schnell, einfach, jederzeit und überall. Darüber hinaus kannst du deine Krankheits- und Urlaubstage erfassen.

Dein Karriere-App-Tipp

Karriere-Apps gesucht! Du hast einen App-Tipp, der unbedingt noch in unsere Empfehlungsliste gehört? Dann schicke uns deine App-Empfehlung an m.oertel@erhard-services.de. Wir wünschen dir viel Erfolg, was immer du beruflich vorhast.

Kleinere und mittelständische Betriebe große Verlierer des Fachkräftemangels

20.11.2017

Überall gesucht: Fachkräfte - grün markierter TextDer deutschen Wirtschaft geht es gut. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist hoch. Immer mehr KMU haben unter diesen Bedingungen Schwierigkeiten, geeignete Mitarbeiter zu finden. Gerade kleinere Firmen werden besonders hart vom Fachkräftemangel getroffen, wie eine neue Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (iwd) zeigt. KMU haben demnach fast doppelt so häufig Probleme, freie Stellen zu besetzen, wie große Betriebe. Sie sind die großen Verlierer des Fachkräftemangels. Die Gründe für die wachsenden Probleme bei der Talentrekrutierung sind allerdings bei kleineren, mittleren und größeren Betrieben die gleichen.

Bewerberlücke – Die Fakten

  • 38 Prozent der Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten haben Schwierigkeiten, freie Stellen zu besetzen.
  • Bei Betrieben mit 50 bis 249 Beschäftigten sind es sogar 43 Prozent, die Probleme bei der Stellenbesetzung haben.
  • Firmen mit 250 und mehr Beschäftigten haben hingegen nur zu 23 Prozent Probleme bei der Besetzung von Vakanzen.

Welche Gründe nennen betroffene Unternehmen für die Schwierigkeiten bei der Besetzung freier Stellen?

  • 67 Prozent sagen: Zu wenige Bewerber.
  • 51 Prozent beklagen die unzureichende Bewerberqualifikation.
  • 34 Prozent geben an, dass die Bewerber die Arbeitsbedingungen nicht akzeptieren würden.
  • 33 Prozent der betroffenen Unternehmen gaben an, die Bewerber hätten zu hohe Gehaltsforderungen.

Verlierer des Fachkräftemangels: Welche Nachteile hat der Bewerbermangel für KMU?

Fast jede dritte Personalsuche muss bei Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten abgebrochen werden. Bei mittleren Firmen sind es acht Prozent der gestarteten Personalsuchen; in großen Betrieben hingegen nur drei Prozent.
Wenn kleinere Unternehmen unter diesen schwierigen Bedingungen Mitarbeiter für sich gewinnen möchten, müssen sie laut iwd-Studie häufig Kompromisse eingehen.

  • 17 Prozent zahlen mehr Gehalt als geplant.
  • 13 Prozent nehmen auch Kandidaten mit schlechterer Qualifikation.
  • 12 Prozent nehmen auch Kandidaten mit einem Mangel an Berufserfahrung.

Große Unternehmen müssen weitaus seltener derartige Kompromisse bei der Stellenbesetzung hinnehmen.

Wie unterstützt der Staat kleine und mittlere Unternehmen bei der Rekrutierung von Talenten?

Das iwd empfiehlt KMU, die staatlichen Unterstützungsangebote stärker wahrzunehmen, um dem Fachkräftemangel wirkungsvoll zu begegnen. Folgende Angebote gibt es aktuell:

  • Bekanntere Hilfsangebote sind das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung www.kofa.de sowie das Portal www.foerderdatenbank.de (der Staat bezuschusst z. B. die Ausbildung von Fachkräften)
  • Unterstützung bietet ebenfalls die Bundesagentur für Arbeit. Die Agentur übernimmt beispielsweise zu 100 Prozent die Weiterbildungskosten für neu eingestellte Mitarbeiter, damit sie besser die Anforderungen der neuen Stelle erfüllen.
  • Staatliche Hilfe gibt es für KMU auch bei der Weiterentwicklung und Professionalisierung der Personalpolitik. Als Beispiel nennt das iwd das Projekt „unternehmensWert:Mensch“. Im Rahmen des Projektes werden bis zu 8.000 Euro für externe Beratungsleistungen übernommen. Mehr Infos unter: www.unternehmens-wert-mensch.de

Unser Tipp: Ein regional verankerter Personaldienstleister wie Erhard Services kann mit seiner Expertise und seinem Talentpool bei der möglichst zeitnahen Besetzung von Vakanzen helfen.

Quelle und mehr Informationen

Die Studie: Im Rahmen der iwd-Studie wurden 11.600 Betriebe im Jahr 2016 befragt.
www.iwd.de
www.personaldienstleister.de

Alles andere als langweilig – ein kleiner Einrichtungsguide für schönere Konferenzräume

15.11.2017
Steril: Typischer Konferenzraum. Foto: tsukioka, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Steril: Typischer Konferenzraum. Foto: tsukioka, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Starten wir mit einer ernüchternden Bestandsaufnahme. Viele Konferenzräume in Deutschland sind trist, langweilig, steril, grau, öde, miefig und kühl. Kurz, man möchte sie am liebsten sofort wieder fluchtartig verlassen. Von einem längeren Termin mal ganz zu schweigen. Dabei haben Besprechungsräume im Betrieb eine herausragende Funktion. Einerseits als zentraler Ort und Inkubator für wichtige Entscheidungen sowie die Entwicklung neuer Visionen im Team. Auf der anderen Seite als wichtiges Forum für neue Kontakte und zukunftsweisende Geschäfte. Mal ehrlich, dafür werden viele „Konfis“ erstaunlich lieblos behandelt und vernachlässigt.

Hundert Prozent mehr Meeting-Qualität

Aber es geht auch anders. Wir haben uns für dich umgeschaut und präsentieren dir Ideen für Konferenzräume mit Wohlfühlfaktor, in denen das Meeting gerne auch mal etwas länger dauern darf. In unserem kleinen Einrichtungsguide zeigen wir dir, wie du auch mit wenigen Mitteln den Wohlfühlfaktor in eurem Konfi bedeutend erhöhen kannst.

Unsere Tipps für schönere Konferenzräume

Gut gegen dicke Luft: Pflanzen in Konferenzräumen

Pflanzen sind nicht nur ein natürlicher Luftfilter für euren Besprechungsraum, sie bringen auch Leben in den Raum. Farbenfrohe Blüten erfreuen darüber hinaus das Auge und setzen natürliche Duftakzente.

Gut gegen dicke Luft: Pflanzen in Konferenzräumen

Aus diesem Holz werden echte Erfolge geschnitzt: Naturmaterialien

Holz ist ein wunderbar-organischer Kontrast zu Beton, Kunststoff und Metall, den dominierenden Materialien in vielen Büros. Dabei müssen die Holzakzente im Besprechungsraum nicht einmal aus Edelholz sein. Selbst aus einfachen Obstkisten, Kabelrollen oder Euro-Paletten lassen sich klasse Holzkonstruktionen bauen, die jedem Raum einen ganz eigenen Charakter geben. Ein tolles Teamprojekt für dich und deine Kollegen mit handwerklichen Fertigkeiten.

Aus diesem Holz werden echte Erfolge geschnitzt: Naturmaterialien

Gute Argumente gegen Schwarz-Weiß-Maler: Mehr Farbe in Besprechungsräumen

Büros müssen nicht immer als graue Maus auftreten. Mut zur Farbe macht den Unterschied und kommt bei vielen Kollegen gut an. Farben haben gleichzeitig eine psychologische Wirkung auf uns Menschen. Eine geschickte Farbwahl arbeitet also unterbewusst für euch.

Gute Argumente gegen Schwarz-Weiß-Maler: Mehr Farbe in Besprechungsräumen

Kreative Unterstützung für Verhandlungen: Kunst

Es muss kein echter Picasso sein – aber mit liebevoll ausgewählten oder eigenen Kunstwerken lässt sich jeder Besprechungsraum in eine einzigartige Galerie mit hohem Wiedererkennungswert und Begeisterungsfaktor verwandeln. Egal ob Gemälde, Graffiti oder Installation – Kunst schafft Aufmerksamkeit, bietet Gesprächsstoff und bietet eine tolle Kulisse für eure nächsten Meetings.

Kreative Unterstützung für Verhandlungen: Kunst

Wärmstens empfohlen: Mehr Licht und Wärme in Konferenzräumen

Natürliches Licht und Wärme sorgen für menschliches Wohlbefinden und unterstützen ein positives Arbeitsklima als Grundlage für Erfolg. Bei der Auswahl eines passenden Besprechungsraumes solltest du gemeinsam mit deinen Kollegen daher auf schön große Fenster achten.

Wärmstens empfohlen: Mehr Licht und Wärme in Konferenzräumen

Beste Perspektiven: Aussichten und Panoramen

Ob echte Skyline oder überdimensionale Darstellung einer schroffen Bergwelt z. B. als Foto-Tapete – ungewöhnliche Aussichten und Panoramen fesseln den Betrachter und sorgen für eine einzigartige Umgebung beim nächsten Meeting. Jedes Motiv und jede Aussicht vermittelt zugleich eine Botschaft, die natürlich passen sollte.

Beste Perspektiven: Aussichten und Panoramen

Von der besten Seite zeigen: Details und Akzente mit betriebspersönlicher Note

Die Firmenmannschaft, in der du sportlich aktiv bist, ist ziemlich erfolgreich? Ihr habt ein besonderes soziales Engagement oder massenhaft begeisterte Kunden? Dann zeigt es. Durch außergewöhnliche Details und Akzente mit Firmenbezug im Besprechungsraum stiftet ihr nicht nur Identität nach innen, sondern überzeugt auch nach außen.

Von der besten Seite zeigen: Details und Akzente mit betriebspersönlicher Note bereichern Konferenzräume.

Die Zukunft mit am Verhandlungstisch: Interaktive Kommunikationstechnologien

Egal ob virtuelle Meetings per Videokonferenz oder digitale Wände und Tische mit Touchfunktion – die neuen Kommunikationstechnologien bieten unglaubliche Möglichkeiten, um Besprechungsräume interaktiv zu gestalten und mit der ganzen Welt zu vernetzen, wie dieses Beispiel eines großen Elektronikherstellers zeigt:

Inspiriert? Wir wünschen dir und deinen Kollegen viel Erfolg bei der Neu- oder Umgestaltung eures Besprechungsraumes. Noch ein Tipp: Um eurem Konferenzraum sowie euren Meetings noch mehr Atmosphäre und Lebendigkeit zu verleihen, gibt es noch viele weitere Möglichkeiten wie z. B. Standing- und Walking-Meetings. Dazu mehr in einem anderen Beitrag.

Unsere Quellen und mehr Infos

Jede Idee zählt: Start-ups verraten ihre Meeting-Geheimnisse

www.spiegel.de
www.pinterest.de

So wenig arbeitslose Akademiker wie seit 37 Jahren nicht mehr

13.11.2017

Straßenschild mit Ausbildungswegen von Studium bis zu beruflicher Ausbildung

Ein Studium schützt vor Arbeitslosigkeit. Das gilt heute offenbar mehr denn je. Aber auch eine berufliche Ausbildung sorgt für Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt. Insgesamt hängt das Risiko, arbeitslos zu werden, eng mit der beruflichen Qualifikation zusammen. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Vollbeschäftigung bei Akademikern, Probleme für Menschen ohne Berufsabschluss – Die Zahlen

  • Die Arbeitslosenquote bei Akademikern lag 2016 bei 2,3 Prozent. Zuletzt war sie 1980 mit 1,8 Prozent noch niedriger. „Je höher die Qualifikation, desto besser ist die Position auf dem Arbeitsmarkt“, bewerten die IAB-Forscher das erfreuliche Ergebnis. Bildung sei der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Das gelte in Zukunft umso mehr, da die Anforderungen in der Arbeitswelt unter anderem durch die Digitalisierung weiter steigen werden.
  • Ebenfalls positiv entwickelt hat sich die Beschäftigungssituation für Menschen mit beruflicher Ausbildung. Die Arbeitslosenquote lag hier 2016 bei 4,2 Prozent – ein halber Prozentpunkt niedriger als 2015.
  • Ganz anders sieht es für Menschen ohne Berufsabschluss aus. Sie sind besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen. 2016 war knapp jeder Fünfte von ihnen (19,1 Prozent) ohne Arbeit. Gegenüber 2015 hat sich die Quote allerdings um einen Prozentpunkt verringert. Der Arbeitsmarkt sei derzeit insgesamt sehr aufnahmefähig, so die IAB-Forscher. Daher sei die Arbeitslosenquote Geringqualifizierter trotz der hohen Flüchtlingszahlen und trotz der Mindestlohneinführung zurückgegangen. Die Arbeitslosigkeit Geringqualifizierter bleibe allerdings hoch.
  • Insgesamt ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland 2016 das dritte Jahr in Folge gesunken. Mit einer Gesamtquote von 6,2 Prozent lag sie laut IAB auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.
  • Unterschiede gibt es zwischen West und Ost. Die qualifikationsspezifische Gesamtquote im Westen lag 2016 bei 5,7 Prozent im Osten hingegen bei 8,1 Prozent.

Jobchancen für alle

Interessante Jobangebote für Akademiker, ausgebildete Fachkräfte sowie Menschen ohne Berufsabschluss finden Sie in unserer Stellenbörse.

Quellen und mehr Informationen

www.iab.de
doku.iab.de (PDF-Download)
www.personaldienstleister.de
www.faz.net

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