Start nach Plan: So gelingt dein überzeugender Berufseinstieg

31.08.2018

Gruppe junger Berufseinsteiger. vor dem Berufseinstieg

Du freust dich auf deinen Berufseinstieg? Du willst deinen Einstieg ins Berufsleben oder in einen neuen Job entsprechend erfolgreich meistern? Wir haben Tipps für dich, wie du deine berufliche (Neu-)Startphase gut für dich nutzen kannst.

Mit Geduld, Lernbereitschaft …

Neuer Arbeitsplatz, neue Abläufe, neue Kollegen – ein beruflicher (Neu-)Einstieg ist für dich wie ein Sprung ins kalte Wasser. Alles ist unbekannt. Du bist unsicher und musst dich trotzdem so schnell wie möglich in deiner neuen Position etablieren. Allerdings keine Ungeduld: Nach Ansicht von Experten kann es schon einmal bis zu einem Jahr dauern, bis du als neuer Mitarbeiter in eine komplexe, anspruchsvolle neue Tätigkeit eingearbeitet bist.

… und Schreibblock

Die Menge an Informationen, die du beim Berufseinstieg oder in deiner neuen Position aufnehmen und verarbeiten musst, ist gewaltig. Damit du nicht die Hälfte des Inputs nach kurzer Zeit wieder vergisst, schreib lieber kräftig mit und schaff dir so dein eigenes Handbuch für deinen neuen Job. Gleichzeitig zeigst du deinen neuen Kollegen so, dass es dir wichtig ist, was sie sagen.

Ehrlich währt am längsten

Bist du mal mit deinem Berufseinsteiger-Latein am Ende, dann versuche dein Nichtwissen nicht irgendwie zu kaschieren, sondern steh dazu und merk dir, wie du es beim nächsten Mal besser machen kannst. Denn die Einstiegs- und Einarbeitungszeit ist vor allem eines: Lernzeit! Mach also keine Show für deinen neuen Chef, sondern konzentriere dich auf das Wesentliche: Ein toller und produktiver Kollege zu werden, von dem alle im Team profitieren.

Zurückhaltung schlägt Rampensau

Als neuer Kollege solltest du nicht so auftreten, als würdest du schon immer dazugehören. Etwas Zurückhaltung ist in der Startphase sicher angebracht. Beobachte erst einmal genau, welche sozialen Regeln und Umgangsformen in deiner neuen Arbeitsumgebung gelten. Zeige aber gleichzeitig Interesse und sei z. B. beim gemeinsamen Mittagessen mit dabei.

Den Kollegen über die Schulter schauen

Du kommst frisch aus der Ausbildung oder aus dem Studium und willst rein in den Job? Dann bist du – was die Theorie angeht – schon ziemlich gut aufgestellt. An Praxiserfahrung fehlt es dir hingegen noch fast völlig. Als Neuzugang kannst du sehr von der Erfahrung deiner Kollegen profitieren. Schaue ihnen wo immer es geht über die Schulter, sei neugierig und ärgere dich nicht, wenn einmal konstruktive Kritik an deinem Tun kommt. Denn zwischen Theorie und Praxis liegen ja bekanntlich häufig Welten.

Der Arbeitszeit Struktur und Prioritäten geben

Neuer Job, viele neue Aufgaben. Klar schaffst du nicht alle gleich und nicht alle gleichzeitig. Umso wichtiger ist es für dich in der Startphase, mit deinem Chef oder Vorgesetzten Prioritäten und Zeitbudgets für einzelne Aufgaben abzuklären. So hast du klare Vorgaben, wann du was zu tun hast und wie du deine begrenzte Arbeitszeit strukturieren musst. Stichwort: To-Do-Liste. Erwarte dabei nicht, dass dein Vorgesetzter zu dir kommt, sondern werde aktiv und sprich ihn selbst an.

Finger weg vom schnellen Du

„Hey Chef, kannst DU mir mal zufällig helfen?“ In vielen Branchen und Firmen ist das Duzen mittlerweile selbstverständlich. In anderen Unternehmen gilt allerdings nach wie vor das Sie und dann gibt es noch die Firmen in denen Du und Sie gleichermaßen verwendet werden. Du solltest dich von Anfang an, an die geltenden Konventionen in deiner neuen Firma anpassen. Gilt nicht pauschal das Du, solltest du dich zu Beginn mit dem Duzen lieber etwas zurückhalten. Kollegen und Chefs sollten dir das Du erst anbieten, bevor du es verwendest.

Die lieben Kollegen kennen lernen

Du bist neu, keiner kennt dich? Dann stell dich an deinem ersten Tag persönlich vor, denn der erste Eindruck zählt ja bekanntlich. Dreh eine Runde durchs Büro und sag Hallo, nicht nur zu deinen neuen Chefs, sondern auch zu den anderen Kollegen im Team bzw. in der Abteilung. Vernetze dich und gib deiner Freude Ausdruck, jetzt zum Team zu gehören.

Pünktlichkeit ist Pflicht, keine Kür

Dein erster Tag? Auf jeden Fall solltest du pünktlich sein. Mach dich entsprechend vorher über den zu erwartenden Arbeitsweg inklusive Stau oder Umsteigezeiten schlau. Aber Vorsicht: Überrasche deinen neuen Vorgesetzten nicht schon eine Stunde vor deinem eigentlichen Arbeitsbeginn durch deine übermotivierte Anwesenheit. Zehn Minuten früher am neuen Arbeitsplatz sein, das ist o. k. – eher solltest du nicht aufschlagen. Beim Feierabend solltest du dich gerade in der Startphase flexibel zeigen und nicht Punkt Arbeitsschluss den Stift oder Hammer fallen lassen.

Zweifel und Unsicherheit gehören beim Berufseinstieg dazu

Du fühlst dich in der Startphase noch unsicher und stehst leicht unter Stress? Das drückt natürlich deine Freude am neuen Job, ist aber völlig normal. Auch dein neuer Chef und deine Kollegen sind nur Menschen und jeder Arbeitsplatz hat schöne aber auch weniger schöne Seiten.

Das Tratsch- und Lästermaul lieber im Zaum halten

Es gibt wahrscheinlich kein Büro, in dem nicht ab und an gelästert oder eine Vertraulichkeit weitergegeben wird. Als Jobneuling solltest du allerdings nicht gleich voll ins Geläster und Getratsche mit einsteigen, auch wenn es dir vielleicht ein einfacher Weg zu sein scheint, Punkte bei deinen neuen Kollegen zu sammeln. Das kann schwer nach hinten losgehen und ehe du dich versiehst hast du ein negatives Image weg.

Nicht gleich alles auf den Kopf stellen wollen

Du kommst mit innovativen Ideen und den neuesten Arbeitsmethoden aus der Ausbildung oder dem Studium? Dir kommen manche Arbeitsabläufe bei deinem neuen Arbeitgeber etwas altbacken vor? Dann falle bitte nicht mit der Tür ins Haus und halte dich in deiner Start- und Einarbeitungsphase etwas mit deinen Ideen und Neuerungsvorschlägen zurück.

Genauso vorsichtig solltest du mit Schwärmereien über dein tolles Studium oder deinen letzten Job sein, die bei deinen Kollegen für fragende Blicke sorgen würden. Hast du dich in deinem neuen Job etabliert, kannst du wohldosiert und mit viel Feingefühl Ideen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge anbringen. Bedenke aber bitte: Veränderungen vollziehen sich meist langsam und häufig nicht ohne Widerstand.

Das Smartphone in der Tasche lassen

Kommst du ohne dein Smartphone nicht mehr aus? Das solltest du in deinem neuen Job aber! WhatsApp & Co. sind am Arbeitsplatz tabu. Lass dein Handy am besten gleich in der Tasche. So kommst du nicht in Versuchung.

Auch beim Berufseinstieg: Kleider machen Leute

Die wichtigste Frage zum Schluss: Was sollst du bloß beim Berufseinstieg bzw. in deinem neuen Job anziehen? Mach dich vor dem Start in den Job schlau, ob es bestimmte Vorgaben für die Kleidung am Arbeitsplatz gibt. Mit dem richtigen Outfit trittst du vom ersten Tag an professionell auf.

Wir wünschen dir jedenfalls viel Freude und Erfolg im neuen Job.

Unsere Quellen und mehr Informationen für dich

www.karriere.de
www.stepstone.de
karriere.unicum.de