Zoom, Klick, Job! Das richtige Bewerbungsfoto – Tipps und Tricks

Junge Bewerberin bei der Fotoauswahl: Unsere Checkliste für dein gutes Bewerbungsfoto

Bitte schön lächeln! Ein gutes Bewerbungsfoto kann dir die Türen zum neuen Job öffnen. Auf dem Deckblatt platziert, ist ein hochwertiges Bewerbungsbild von dir wie ein verkaufsstarkes Cover für deine Bewerbung. Ein schlechtes Bewerbungsfoto hingegen senkt deine Chancen erheblich. Studien zeigen, dass bis zu 50 Prozent der Bewerber aufgrund schlechter Bewerbungsfotos im Kandidatenauswahlprozess aussortiert werden. Derartige Bewerbungsfotos gibt es allerdings leider immer noch zuhauf, wie wir aus leidvoller, eigener Erfahrung wissen.

Aber was zeichnet ein professionelles Bewerbungsbild aus? Wie musst du dich darstellen, um bei Recruitern und Personalentscheidern schnell, positiv und nachhaltig punkten zu können? Wir geben dir Tipps für ein überzeugendes Bewerbungsfoto, damit du bei deiner nächsten Wunschstelle hoffentlich das Rennen machst.

Blickfänger: Unsere Checkliste für dein Bewerbungsfoto

Du willst mit deinem Bewerbungsfoto voll punkten? Dann setz dich gekonnt in Szene. Wir haben die Checkliste für dein professionelles Bewerbungsfoto:

  • Ob du deinen Traumjob bekommst, das hängt oft nicht unwesentlich von deinem Bewerbungsfoto ab. Du solltest bei diesem wichtigen Bild also nicht unnötig knausrig sein und dir einen professionellen Fotografen suchen. Besprich mit diesem vor dem Shooting genau, was du für ein Bewerbungsfoto erwartest (Briefing). Umso schneller kommt ihr gemeinsam zum gewünschten Ergebnis.
  • Das geht gar nicht: Schnappschüsse, Urlaubsfotos, Automatenbilder oder Selfies haben in deiner Bewerbung nichts verloren! Auch Ganzkörperfotos von dir wirken unprofessionell.
  • Dein Bewerbungsfoto sollte dich im Portrait zeigen, also frontal oder im Halbprofil. Als optimaler Ausschnitt sollte das Foto deinen Kopf sowie einen Teil deiner Schultern darstellen.
  • Lass dich in verschiedenen Posen ablichten, im Stehen und im Sitzen. Das Foto sollte dich allerdings höchstens bis zum Hosenbund zeigen. Achte dabei auf deine Körperhaltung. Stehe oder sitze aufrecht und selbstbewusst, denn ein gekrümmter Körper symbolisiert Unwohlsein und Unsicherheit. Nimm zudem bitte die Hände aus den Hosentaschen! Willst du auf dem Foto die Arme vor der Brust verschränken? Dann solltest du auf eine sonst lässige Körperhaltung achten, da du sonst abweisend und verschlossen rüberkommst.
  • Sei entspannt, denn Anspannung lässt sich sehr leicht auf einem Foto identifizieren.
  • Gib dich offen und positiv, nicht abweisend und verschlossen. Dabei kannst du lächeln, musst es aber nicht. Übe dein Lächeln vorher im Spiegel! Wichtig ist, dass du zu 100 Prozent authentisch rüberkommst.
  • Dein Gesicht sollte nicht frontal, sondern eher seitlich mit dem Blick in die Kamera aufgenommen sein. Dein Blick sollte dabei weder von unten (unterwürfig) noch von oben (überheblich) kommen.
  • Achte auf die Beleuchtung und lass dich im besten Licht aufnehmen. Denn gut beleuchtet siehst du jünger und frischer aus.
  • Du solltest natürlich rüberkommen, nicht gestellt. Das wirkt unprofessionell.
  • Fotofilter, Posing, Piercings: Inszeniere dich nicht zu schräg, künstlerisch oder experimentell. Bei den meisten Arbeitgebern kannst du mit einem klassischen Bewerbungsfoto am besten punkten.
  • Finger weg von zu viel digitaler Retusche! Kleine Makel kannst du entfernen, mehr Bildbearbeitung bitte nicht.
  • Der Hintergrund sollte nicht von dir ablenken, wähle ihn also möglichst unauffällig und gedeckt. Deine Farben der Wahl können beige, hellgrau oder weiß sein. Helle Farben wirken dabei immer freundlicher. Trägst du dazu allerdings noch helle Kleidung, wird es auch wieder schwierig. Für schöne Fotos, die sich von der Masse der Studiofotos abheben, kannst du auch rausgehen. Lass dich z. B. vor einem Gebäude oder in der Natur ablichten.
  • Auf welche Position in welcher Branche bewirbst du dich? Wähle dementsprechend deine Kleidung und deinen Haar-Stil aus. Achte dabei auch auf deinen Körperschmuck. Schließlich willst du seriös rüberkommen.
  • Egal auf welche Position du dich bewirbst, verzichte auf Kleidung in knalligen Farben oder mit auffälligen Mustern. Trage helle oder gedeckte Farben. Kombiniere bei deinem Outfit allerdings maximal drei verschiedene Farben miteinander. Wähle zudem Kleidung, die einerseits zu dir, anderseits zu deinem Wunschjob passt und in der du dich wohlfühlst. Was nicht geht, sind tiefe Ausschnitte, freie Schultern, schlecht gebundene Krawatten oder Knitterfalten in der Kleidung. Du benötigst noch Inspiration für die Wahl deiner Bekleidung? Dann schau doch mal auf die Webseiten deiner potenziellen Arbeitgeber. Lass dich in verschiedenen Outfits in Szene setzen. So kannst du die Bilder später für Bewerbungen auf verschiedene Jobs nutzen.

Noch ein paar Shooting-Tipps für dich als Frau

  • Lange Haare: Offen, als Dutt oder als Pferdeschwanz, du hast die Wahl. Hauptsache nicht zu auffällig, sondern gepflegt, gekämmt und seriös.
  • Achte auf ein natürliches Aussehen mit wenig Make-up. Ein wenig Puder gegen fettig glänzende Haut kann es schon sein, aber bitte kein krasser Lippenstift, Lidschatten oder starke Augenringe.
  • Verzichte auf auffälligen Schmuck oder große Ohrringe

Noch ein paar Shooting-Tipps für dich als Mann

  • Achte auf ein gepflegtes Äußeres, das gilt auch für deinen Bart. Trage deine Haare gekämmt.
  • Auch als Mann kannst du gerne Puder nutzen, um gezielt glänzende Bereiche in deinem Gesicht z. B. auf der Stirn abzudecken.
  • Chef vs. Praktikant: Letztlich sollte dein Foto der Jobposition angemessen sein, auf die du dich bewirbst.

Alles eine Frage des richtigen Formats

  • Bette dein Bewerbungsfoto bei einer digitalen Bewerbung hoch aufgelöst in deinen Lebenslauf oder ein Deckblatt ein. Achte allerdings auf die Größe der so entstehenden Dateien. Deine digitale Bewerbungsmappe sollte eine Größe von maximal vier MB möglichst nicht überschreiten.
  • Gängige Formate für Bewerbungsbilder sind z. B. 4,5 x 6 cm, 5 x 7 cm oder 6 x 9 cm. Die meisten Bewerbungsfotos sind im Hochformat. Mit einem Bild im Querformat kannst du dich von „der Bewerbermasse“ abheben.
  • Platziere dein Bewerbungsfoto entweder auf einem separaten Deckblatt oder in der rechten oberen Ecke deines Lebenslaufs. Für eine Platzierung auf dem Lebenslauf spricht allerdings, dass bei einer Kopie deines Lebenslaufes auch dein Foto mit kopiert wird. Bei einem separaten Deckblatt ist das eher unwahrscheinlich.
  • Neben Farbfotos werden auch Schwarzweißportraits immer beliebter. Beides geht. Ob Farbbild oder monochrom, das sollte vom sonstigen Stil deiner Bewerbung abhängen.
    Verzichte unbedingt darauf, Fotos einzuscannen.

Ein Bewerbungsfoto ist kein muss

Und noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Grundsätzlich kannst du selbst entscheiden, ob du ein Foto von dir in deiner Bewerbung nutzen willst oder nicht. In diesem Kontext solltest du genau abwägen, was für und was gegen dein Bewerbungsfoto spricht.

Pro: Für ein Bewerbungsfoto spricht,

… dass du mit einem guten Foto schnell einen positiven ersten Eindruck hinterlassen und Sympathien wecken kannst.
… dass Arbeitgeber in Branchen z. B. mit viel Kundenkontakt wissen möchten, ob ein Mitarbeiter zum Unternehmen und seinen Leistungen passt.
… dass Arbeitgeber bei einer Bewerbung ohne Foto denken könnten, dass du etwas zu verbergen hast.

Kontra: Gegen ein Bewerbungsfoto spricht,

… dass anonymisierte Bewerbungen dabei helfen können, Diskriminierungen z. B. auf Grund von Hautfarbe oder Alter zu vermeiden.
… dass der Trend z. B. im angelsächsischen Raum zu Bewerbungen ohne Foto geht.

Hat es Klick gemacht? Unsere Quellen und mehr Bewerbungsfoto-Tipps

karriere-guru.de
arbeits-abc.de
www.spiegel.de/karriere/
www.absolventa.de/karriereguide/
www.audimax.de