Die (vielleicht) besten Chefs der Welt

I love my boss: Die (vielleicht) besten Chefs der Welt

Auch wenn es manche bestreiten mögen, aber jeder Chef hat in seinem Führungsalltag nicht nur das Wachstum des eigenen Unternehmens im Blick. Natürlich geht es auch um den eigenen Ruf und Ruhm als Führungskraft sowie Manager. Nicht alle Chefs machen dabei eine gute Figur. Aber es gibt sie, die Leuchttürme in der Cheflandschaft, die auch andere Führungspersönlichkeiten durch ihr Handeln und Tun inspirieren können. Wir stellen Ihnen einige der besten, beliebtesten und schrägsten Chefs der Welt vor.

Chris Morling

Chris Morling ist Geschäftsführer beim britischen Vergleichsportal money.co.uk. Die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter liegt ihm sehr am Herzen. Für glückliche Kollegen, die gerne bei ihm arbeiten, tut er so einiges. Dass er damit kräftig Punkten kann, belegen nicht nur die vielen Medienberichte über seine Aktionen. Der Sitz seiner Firma ist ein altes Schloss, dass er extra für seine Mitarbeiter hat umbauen lassen – inklusive Kino, einem außergewöhnlichen Konferenzraum sowie Aufenthaltsraum mit Kicker, Billard und Video-Games. Zusätzlich können sich seine Mitarbeiter über kostenfreie Mahlzeiten und sogar Freibier freuen. Damit allerdings nicht genug. Zur Erholung gibt es für die Kollegen eine kostenlose All-inclusive-Luxus-Reise. Viel Aufwand, für ein Ziel: Die Mitarbeiter von Morling sollen sich in ihrem Job und an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen und gerne produktiv sein.

Stephan Aarstol

Für viel Aufsehen nicht nur bei „Shark Tank“-Fans sorgte Stephan Aarstol. Er stellt mit seiner Firma Tower Paddle Board in San Diego Paddelbretter her. Bei ihm im Unternehmen regiert der Fünf-Stunden-Tag. Was als viel beachtete Testphase begann, ist bei Tower Paddel Board mittlerweile Standard: Die Mitarbeiter haben pünktlich um 13 Uhr Schluss und erhalten trotzdem mehr Geld als früher, denn die Firma wächst. Und auch der Chef hält sich natürlich an das neue Arbeitsmodell.

Philip Siefer und Waldemar Zeiler

Philip Siefer und Waldemar Zeiler sind die Gründer von Einhorn Products, einem in Berlin Kreuzberg entstandenen Hersteller für vegane Kondome. Die junge Firma will nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch die Wirtschaft fair und nachhaltig verändern und so ein Stück besser machen. Ihr Ansatz: Fairstainability. Das ist aber nur ein Teil der Erfolgsgeschichte von Einhorn. Der andere Teil ist das geradezu revolutionäre Arbeitgeber-Konzept der Jungunternehmer. Einhorn macht fast alles anders, als andere, „traditionelle“ Unternehmen. Arbeitszeit, können sich die Mitarbeiter frei und unabhängig selbst einteilen. Urlaubsregelungen, gibt es nicht. Gehälter oder die finanzielle Situation des Unternehmens sind keine Verschlusssache, sondern transparent. Gehälter werden in einem „Gehaltsrat“ bestimmt. Chefs gibt es bei Einhorn nicht, sondern Mentoren. Wird ein neuer Mitarbeiter gesucht, haben alle Kollegen Mitspracherecht. Die Ideen und Ansätze der Einhorn-Gründer Philip Siefer und Waldemar Zeiler sind so gut, dass sie mittlerweile gefragte Speaker und Berater selbst bei großen Konzernen sind, wenn es um New Work – die Arbeitswelt der Zukunft – geht.

Lee McAteer

Blicken wir noch einmal nach Großbritannien. Zu den schrägsten und besten Chefs gehört bei den Briten definitiv Lee McAteer. Ihm gehört ein Reiseunternehmen. Seine Mitarbeiter sieht er als Familie und entsprechend herzlich geht er auch mit ihnen um. Ihre Büros verwandelt er als Dank für gute Arbeit schon einmal in ein buntes Bällebad. Urlaub, den gibt es auch schon mal auf Kosten des Unternehmens. Im Büro gibt es eine Diskokugel und ein Soundsystem. So lässt sich das Büro im Hand umdrehen in einen Club verwandeln, in dem die Mitarbeiter gemeinsam feiern können. Unternehmensidee und -führung werden bei Lee McAteer und Geschäftspartner Nick Steiert von zwei Motiven geprägt Reisen und Spielen. Denn Lee McAteer ist der festen Überzeugung: „Wenn du liebst, was du tust, dann arbeitest du keinen einzigen Tag in deinem Leben.“

Sind auch Sie ein bester Chef der Welt?

Der beste Chef oder die beste Chefin der Welt? Das Zeug dazu haben viele Chefs und Chefinnen. Es müssen nicht große Reisen oder revolutionäre Arbeitsbedingungen sein, um bei den Mitarbeitern richtig zu punkten. Oft reicht es schon aus, einfach für die Kollegen da zu sein und auf ihre Bedürfnisse zu hören. Ein schönes Beispiel: Auch Agnieszka und Andrew Taupitz, Geschäftsführer eines traditionsreichen Metallbetriebs in Sachsen, sind für ihre 25 Mitarbeiter die besten Chefs der Welt. Wie sie das geschafft haben? Unter anderem durch Offenheit für neue Ideen, eine soziale Einstellung, ein gutes Arbeitsklima, Wertschätzung der Mitarbeiter sowie durch zuverlässige und motivierte Führung.

Unsere Quellen und mehr Informationen

t3n.de
www.faz.net
www.business-punk.com
www.brigitte.de
www.hna.de
www.stern.de
www.sz-online.de